alt= alt= alt=

START  |  AKTUELLES  |  PRESSE   |  ZUR PERSON   |  FOTOSTRECKE  |  KONTAKT

„Die Linksfraktion fordert alle Beteiligten auf, die Bedrohungen durch die Afrikanische Schweinpest ernst zu nehmen. Aus diesem Grund finde ich die Anstrengungen, die vor allem das bundeseigene Friedrich-Loeffler-Institut leistet, sehr beachtlich. Doch aus meiner Sicht braucht ein effektives Tierseuchenverhütungs- und Bekämpfungskonzept eine strategischere Ausrichtung der Forschung. Beispielsweise durch den Aufbau eines epidemiologischen Zentrums, in welchem alle Fäden der wissenschaftlichen und praktischen Tierseuchenbekämpfung verknüpft werden“, erklärt Dr. Kirsten Tackmann. Die agrarpolitische Sprecherin hatte die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage 18/2502 zur „Afrikanischen Schweinepest“ (ASP) befragt und 27 detaillierte Fragen gestellt.

Kirsten Tackmann weiter:

„Die ASP eignet sich genauso wenig wie andere Tierseuchen zu parteipolitischem Streit im Deutschen Bundestag. Hierbei gilt es, an einem Strang zu ziehen und die Kräfte zu bündeln. Der Forschungsbereich muss gestärkt und zukunftsfest gemacht werden. Die vergangenen Jahre haben immer wieder gezeigt, dass neue, bisher unbekannte Tierseuchen auftauchen können. Erinnert sei an das Schmallenberg-Virus, die Blauzungenkrankheit oder eben nun die Afrikanische Schweinepest, mit der wir früher oder später konfrontiert sein dürften. Diesen Herausforderungen muss sich die Bundesregierung in ihrem Forschungshaushalt stellen. Darüber hinaus müssen Bund und Länder gemeinsam dafür sorgen, dass alle notwendigen Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden.

Wie die Bundesregierung uns bestätigt, ist mittelfristig nicht mit einem Impfstoff gegen die ASP zu rechnen. Gleichzeitig rückt die Bedrohung immer näher an die Bundesrepublik Deutschland heran. Eine Einschleppung hätte auch nach Einschätzung der Bundesregierung schwerwiegende Folgen. Schweine müssten großräumig getötet und unschädlich beseitigt werden. Beispielsweise in den großen Schweinegürteln Niedersachsens hätte das enorme Folgen, die an die BSE-Situation in Großbritannien in den 90er Jahren erinnern dürften. Auch in den unbeteiligten Sperrgebieten käme es zu erheblichen wirtschaftlichen Folgen, wie der Linksfraktion auf ihre Kleine Anfrage bestätigt wurde.“

Hier finden Sie Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage 18/2502.