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„Agroforstsysteme als Kombination aus Gehölz- sowie Acker- oder Grünlandnutzung haben ein großes Potenzial für mehr Klima-, Boden- und Gewässerschutz und biologische Vielfalt. Gleichzeitig hat dieses Anbausystem mittel- und langfristig Vorteile für landwirtschaftliche Kulturen. Das hat zwar auch die Bundesregierung erkannt, aber die Taten sind noch übersichtlich. So stehen Landwirtinnen und Landwirte immer noch vor erheblichen Herausforderungen, wenn sie Agroforstsysteme auf landwirtschaftlichen Flächen etablieren möchten. Sie brauchen deutlich mehr Unterstützung vom Bund.“, so Dr. Kirsten Tackmann zur Antwort der Bundesregierung auf die schriftlichen Fragen Nr. 5/ 178 und 5/179.

Kirsten Tackmann weiter:

„Am dringendsten müssen Agroforstsysteme endlich der ackerbaulichen Landnutzung bei der Förderfähigkeit formal gleichgestellt werden. Sonst wird es bei einer Nische der besonders Willigen bleiben. Die Verteilung der Bundesmittel zeigt den Nachholbedarf im zuständigen Ministerium. Von sieben Euro kommt nur einer aus dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Der Rest wird vom Forschungsministerium gestemmt. In Frankreich sieht das ganz anders aus. In Montpellier ging letzte Woche der Weltkongress zu Agroforst zu Ende der unter der Schirmherrschaft des französischen Präsidenten Emmanuel Macron stand. Agrarbetriebe brauchen ein so positives agroforstliches Signal auch aus Berlin. Denn ihre Sorge ist immer noch zu groß, dass Agroforstflächen den Status als Acker oder Grünland verlieren. In den nächsten Wochen gründet sich der erste Fachverband für Agroforstwirtschaft. Das ist auch eine Aufforderung an die Politik, endlich geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Daher hat DIE LINKE das Thema im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft am 5. Juni 2019 auf die Tagesordnung gesetzt. Wir erwarten mehr Engagement von Bundesregierung und Koalition in Sachen Agroforst.“

Berlin, 05.06.2019

Hier lesen Sie die Antwort der Bundesregierung.