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„Mehrheitlich werden die Bekämpfungsmaßnahmen des Eichenprozessionsspinners im vergangenen Jahr als erfolgreich angesehen. Das ist erfreulich. Die Bundesregierung muss nun auch 2014 dafür sorgen, dass die Bundesländer, wenn dringend notwendig, Bekämpfungseinsätze rechtlich sicher planen und durchführen können“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. In der Kleinen Anfrage (Bundestagsdrucksache 18/355) wurden 19 Fragen zur „Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Jahr 2014“ von mehreren Abgeordneten gestellt.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Die örtlichen Massenvermehrungen des Eichenprozessionsspinners bedrohen sowohl Eichen als auch Menschen. Ein entschlossenes, aber auch ökologisch angemessenes Handeln ist notwendig. Deshalb ist es wichtig, dass das effektivste Bekämpfungsmittel Dipel ES bis 2016 als Option für solche Notfälle verfügbar ist.

In den Vorjahren war immer wieder offen, ob es zeitweise Ausnahmegenehmigungen geben würde. Daher ist die vorläufige Zulassung bis 2016 begrüßenswert. Mehrere Länder haben bereits angekündigt, dass sie 2014 wieder auf das bewährte Mittel zurückgreifen müssen. Allein in Brandenburg wurden 2013 4,5 Millionen Euro zur Bekämpfung des Forstschädlings ausgegeben. Angesichts der Gesundheitsgefährdung, die von den Haaren der Raupen ausgeht, ist die große Summe gut investiertes Geld. Problematisch ist, dass viele Kommunen unter den finanziellen Folgen der Bekämpfungsmaßnahmen zu leiden haben.

Der Eichenprozessionsspinner hat sich in den vergangenen Jahren rasant ausgebreitet. In elf Ländern musste er 2013 bekämpft werden. Besonders betroffen sind nach Angaben der Bundesregierung Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Ich begrüße es, dass die Bundesregierung dem Arbeitsschutz mehr Aufmerksamkeit widmet, als dies bisher üblich war. 35 Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter erlitten 2013 Unfälle durch Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners.

2015 erwartet die Bundesregierung Forschungsergebnisse, um den Arbeitsschutz bei Bekämpfungsmaßnahmen verbessern zu können. Das wird 2014 leider noch auswirkungslos bleiben.

Die Linksfraktion erwartet weiterhin, dass an alternativen Wirkstoffen gearbeitet und die Problematik der Umweltauswirkungen aller eingesetzten Mittel konsequent untersucht wird. Kritiker hatten regelmäßig darauf hingewiesen, dass Dipel ES negative Auswirkungen auf die Vogelwelt hätte, da ihr die Nahrungsgrundlage entzogen werde.“

Die Antwort der Bundesregierung finden Sie hier.