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„Die Antwort der Bundesregierung auf meine Nachfragen zu konkreter Unterstützung der Weidetierhaltungen angesichts der existenzbedrohlichen Lage vieler Weidetierhalterinnen und -halter ist skandalös. Die Beratungsstelle zum Herdenschutz im beschlossenen Koalitionsantrag wäre nur eine beispielhafte Nennung und es würden weiter Optionen geprüft. Unterdessen geht die Selbstausbeutung in vielen Schäfereien weiter oder sie geben auf.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag die Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage 10/033.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

Ich fordere Bundesregierung und Koalition auf, in den gerade laufenden Haushaltsverhandlungen endlich glaubwürdige Entscheidungen zu treffen, die den Weidetierhalterinnen und -haltern wirklich und schnell helfen. DIE LINKE schlägt beispielsweise ein Bundesprogramm Weidetierhaltung mit einem Finanzvolumen von 50 Millionen Euro jährlich vor. Dieses soll greifen bis eine gekoppelte Weidetierprämie über die Erste Säule der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik beschlossen wird. Außerdem fordern wir seit vielen Jahren ein Herdenschutzkompetenzzentrum für die angemessene fachliche Beratung weidetierhaltender Betriebe sowie für die Koordinierung bundesweit einheitliche Regeln zum Herdenschutz, zu den Finanzierungsgrundlagen und zur Schadensregulierung. Statt eine rechtlich fragwürdige Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vorzulegen, wäre eine Weidetierprämie, die Sicherung des Zugangs zu Flächen für ortsansässige landwirtschaftliche Betriebe und eine einkommenswirksame Honorierung gemeinwohlorientierter Leistungen wirklich eine Unterstützung im Alltag. Das sollte uns die Arbeit der Hirtinnen und Hirten für eine vielfältige Agrarlandschaft, für die Deiche und die biologische Vielfalt wert sein.

Hier die Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage.