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„Die Verteilung der Fangquoten muss in Zukunft deutlich strenger an soziale und ökologische Kriterien ausgerichtet werden. Wer die handwerkliche Fischerei wirklich unterstützen will, muss sie deutlich stärker als bisher an den Quoten beteiligen. Außerdem wird deutlich mehr Unterstützung bei der Umstellung auf schonendere Fanggeräte gebraucht. Das Leitprinzip ´Wer viel hat, dem wird gegeben´ muss in der zukünftigen Fangquotenverteilung ein Ende haben. Die EU hat dafür die Möglichkeiten geschaffen, die Bundesregierung muss sie endlich nutzen.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion zur Entstehung von Fangquoten und deren Verteilung.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Wenn rund 20 Prozent der Fischereifahrzeuge über 60 Prozent der Fangquoten für die beiden Brotfische Dorsch und Hering ausfischen, dann zeigt das den verschobenen Blickwinkel in der aktuellen Fischereipolitik. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Gleichzeitig muss auch die Verteilung der Fangmengen selbst deutlich transparenter werden. Bei der Ressource Fisch handelt es sich um ein öffentliches Gut, das auch im Interesse des Gemeinwohls geschützt und genutzt werden muss. Die Veröffentlichung der jährlichen Quotenzuteilung an die einzelnen Betriebe sind dabei ein Schritt zu mehr Transparenz. Dänemark hat vorgemacht wie eine transparentere und nachhaltigere Fischereipolitik aussehen kann. Deutschland muss jetzt Flagge zeigen und nachziehen.“

Hier lesen sie die Antwort der Bundesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Die Entstehung von Fangquoten und ihre Zuteilung an die Fischereibetriebe“ (Drs. 19/21961)