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Eine aktuelle Anfrage der Linksfraktion hat ergeben, dass die Bundesregierung weiterhin nicht an einem Ausstiegsplan aus Tierversuchen arbeitet. Dazu erklärt Amira Mohamed Ali, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE:

„Es ist unerträglich, dass jährlich immer noch mehr als 2,8 Millionen Tiere in grausamen Versuchen leiden müssen. Hinzu kommen mehr als 3,9 Millionen Tiere, die zwar für Versuche gezüchtet, aber dann doch nicht verwendet werden. Dabei befinden sich weltweit Ersatzmethoden in der Erforschung und Anwendung. Wir dürfen diese Entwicklung in Deutschland nicht verschlafen. Auch hierzulande muss tierversuchsfreie Forschung die Regel sein, nicht die Ausnahme. Von der Bundesregierung erwarten wir, dass sie endlich einen Ausstiegsplan vorlegt. Darin müssen ein konkretes Ausstiegsdatum und Meilensteine definiert werden. Die Niederlande haben hier mit dem Jahr 2025 den Maßstab gesetzt.“

Dr. Kirsten Tackmann, Agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag kommentiert:

„Der Übergang von der tierexperimentellen zur tiergebrauchsfreien Forschung muss ernsthaft vorangebracht werden. Daran muss die Forschungsförderung konsequent ausgerichtet werden. Dass derzeit immer noch deutlich mehr Steuergeld in Tierversuche als in die Weiterentwicklung und Anwendung tierfreier Forschungsmethoden fließt, ist inakzeptabel.

Für die Entwicklung und Anwendung von tierversuchsfreier Forschung standen im Jahr 2019 mit rund 13,3 Millionen Euro nur ein Bruchteil der jährlich mehreren Milliarden Euro für Tierversuche zur Verfügung.

Durch eine Änderung des Tierschutzgesetzes will DIE LINKE erreichen, dass Tierversuche mit starken und nicht zu lindernden Schmerzen untersagt werden. Wir wollen außer-dem ein Register einführen, in dem alle Tierversuche erfasst und rückwirkend nach Erfolg bewertet werden.“, so Tackmann.

Hier finden Sie die Antwort auf Kleine Anfrage „Forschung zu Ersatzmethoden für Tierversuche mit der Drucksachennummer 19/19838.