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„Anstatt weiter wichtige strategische Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft im Winterschlaf zu verpassen, müssen Bundesregierung und die große Koalition jetzt liefern. Die gerade neu beantragte Zulassung von Glyphosat ist eine gute Gelegenheit, das absurde Ein-Mann-Theaterstück des damaligen Bundesagrarministers Schmidt zu korrigieren. Wer das Vorsorgeprinzip der EU ernst meint, darf dem Spiel mit gesundheitlichen und ökologischen Risiken keinen weiteren Akt hinzufügen. Damit das Zulassungsverfahren sicher die Zulassung riskanter Wirkstoffe verhindert, muss es transparenter, unabhängiger und alle Risiken umfassend gestaltet werden.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, die planmäßige Beantragung der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat in Brüssel durch die „Glyphosate Renewal Group“ (GRG).

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Während in den Vereinigten Staaten der jahrelange Kontakt mit Glyphosat zu erfolgreichen, wenn auch noch nicht abgeschlossenen Klagen gegen Bayer/Monsanto führt und erneute Beweise für gekaufte Studien zur Zulassung auftauchten, wurde nun in letzter Minute doch ein Neuzulassungsantrag gestellt. Das Geschäft ist wohl zu lukrativ. Das ist gleichzeitig aber auch die Chance, die seit Jahren offenen Fragen endlich zu klären. Beispielsweise mit einem Biomonitoring zur Exposition der Bevölkerung oder Studien zu Eintragsquellen für Glyphosat in die Nahrungskette. Und auch die Landwirtschaft braucht klare und verlässliche Vorgaben sowie deutlich mehr Forschung zu alternativen Konzepten.“