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„Dass sich die Bundesregierung eine Anpassung der Tierschutz-Hundeverordnung für die Haltung von Herdenschutzhunden vorstellen kann, ist gut. Aber da die Regelungen überfällig sind muss deutlich mehr Engagement her! DIE LINKE wird ihren jahrelangen Einsatz für die Herdenschutzhunde fortsetzen, damit nicht länger auf Zeit gespielt wird und tatsächlich der lange in Aussicht gestellte Verordnungsentwurf noch in diesem Jahr vorgelegt wird.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE die Antwort der Bundesregierung auf ihre schriftliche Frage 4/339.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Die Schäferinnen und Schäfer brauchen Klarheit und Rechtssicherheit im Umgang mit ihren Herdenschutzhunden. Es kann nicht sein, dass es von der tierärztlichen Milde abhängt, ob ein Herdenschutzhund dauerhaft bei der Schafherde gehalten werden darf und damit seiner eigentlichen Bestimmung nachgeht, oder nicht. Schafhalterinnen und Schafhalter sind ohnehin schon die Verliererinnen der aktuellen Agrarpolitik. Es ist überfällig, ihnen endlich auf die Beine zu helfen, anstatt ihnen immer weitere Steine in den Weg zu legen.“

Berlin, 14.05.2018

Hintergrund:
Laut § 4 der Tierschutz-Hundeverordnung muss einem Hund, der im Freien gehalten wird, eine Schutzhütte zur Verfügung stehen und außerhalb der Schutzhütte ein witterungsgeschützter, schattiger Liegeplatz mit wärmegedämmtem Boden. Zudem darf laut § 6 Absatz 2 Nummer 3 in erreichbarer Hundehöhe kein stromführender Zaun verlaufen. Der Einsatz von Herdenschutzhunden erfolgt innerhalb einer Schafherde, die sich permanent im Freien aufhält und mit einem stromführenden Zaun als Schutz vor Ausbrüchen einerseits und Wolfsübergriffen andererseits umgeben ist. Beide Regelungen der Tierschutz-Hundeverordnung sprechen demzufolge gegen den Einsatz von Herdenschutzhunden.

Hier finden Sie die Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage.