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„Diese Bundesregierung ist für Ausweichmanöver bekannt. Im Fall Karate Forst ist es besonders ärgerlich, da sie sich einer Antwort komplett verweigert. Damit lässt sie alle Beteiligten im Stich. Stattdessen muss sie angesichts der bundesweiten Problemlage zumindest eine moderierende Rolle zwischen Privatwaldbesitzer*innen, Landesbehörden, Anwohner*innen und der Forstwissenschaft übernehmen, um einvernehmliche Lösungen zu finden. Dabei sind sogar 4 Prozent der Waldfläche in Deutschland in Bundesbesitz. Diese Arbeitsverweigerung geht auf Kosten aller, die sich um den Wald sorgen.“, so Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag auf die schriftliche Frage Nr. 6/001.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

In den letzten Wochen gibt es eine sehr zugespitzte Auseinandersetzung um die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Wald, zum Beispiel mit dem Insektizid „Karate Forst flüssig“ zur Bekämpfung des Kiefernschädlings „Nonne“ im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Das Gerichtsurteil zum Verbot der Maßnahme könnte über den aktuellen Fall hinaus Bedeutung erlangen. Damit wären aber die teilweise akuten Probleme mit Kalamitäten in den Wäldern nicht gelöst. Insofern braucht es dringend eine Strategie, nicht nur aber auch für den Umgang mit Großschadenslagen im Wald. Dazu gehört selbstverständlich auch mehr Unterstützung für den Waldumbau hin zu einer naturgemäßen Waldbewirtschaftung einschließlich Präventionskonzepte. Aber die akuten Herausforderungen nur auszusitzen hilft dem Wald nicht.

Berlin, 18.06.2019

Hier lesen Sie die Antwort der Bundesregierung.