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„Der Wolf wandert wieder in die Bundesrepublik ein. Was für Natur- und Artenschutz ein Erfolg ist kann für tierhaltende Betriebe eine Bedrohung sein. Damit Konflikte kompetent und wirkungsvoll entschärft werden können fordert die Linksfraktion die Einrichtung eines Kompetenzzentrums“, erklärt Dr. Kirsten Tackmann. Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion hatte die Einrichtung eines Wolfs- und Herdenschutzkompetenzzentrums im Agrarausschuss des Bundestages gefordert. Der entsprechende Haushaltsantrag 17(10)1051 wurde heute im Ausschuss mit den Stimmen aller anderen Fraktionen abgelehnt.

©Caroline Lang  www.pixelio.de

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Tackmann weiter:

„Vor dem Bund-Länder-Zentrum würden vielfältige Aufgaben rund um den Herden-schutz stehen. Herdenschutzhunde könnten ausgebildet bzw. ihre Ausbildung unterstützt werden, Schäferinnen und Schäfer zu effektiven Schutzmaßnahmen geschult und Informationsmaterialien für die Bevölkerung entwickelt werden. Im Zentrum könnte länderübergreifend an Managementplänen, Monitoringprogramme, Schadensfallregulierungen und Weiterentwicklung verschiedener Herdenschutz-systeme gearbeitet werden. Dafür hat die Linksfraktion eine Millionen im Agrar- und eine Millionen im Umwelthaushalt gefordert. Wir erwarten, dass sich die von der Wolfzuwanderung bereits betroffenen bzw. unmittelbar davor stehenden Bundesländer an einem solchen Zentrum beteiligen.

So sehr die Wiederbesiedlung durch den Wolf die Fortschritte beim Naturschutz zeigt, es müssen auch die damit einhergehenden Probleme gelöst werden. Es nützt niemandem, wenn Jägerschaft oder Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter ein Feindbild Wolf pflegen und mit ihren Ängsten und Sorgen alleine gelassen werden. Der Schutz des Wolfes muss Hand in Hand einhergehen mit dem Schutz der Weidetierbestände. So wird Akzeptanz geschaffen für eines der beeindrucktesten Wildtiere Deutschlands.“

Den Haushaltsantrag 17(10)1051 finden Sie hier.