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„Die bekannten Risiken durch den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat mahnen nach dem Vorsorgeprinzip zu einer Beschränkung der Anwendungen, auch wenn noch nicht alle Fragen abschließend beantwortet sind. Das gilt vor allem für besonders bedenkliche Anwendungsbereiche in der Landwirtschaft wie die Sikkation oder der Einsatz im privaten Bereich, zum Beispiel in Kleingärten. Hier sind Risiken unnötig und ökologisch nicht verantwortbar. Ich fordere von der zukünftigen Koalition ein Verbot dieser Anwendungen“, so Dr. Kirsten Tackmann.

Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion hatte die Bundesregierung nach Einwendungsbeschränkungen des umstrittenen Pestizidwirkstoffs gefragt. Die Antwort ging am 6. November 2013 ein.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

Der Wirkstoff Glyphosat findet sich immer öfter in Getreideprodukten. Ursache ist offensichtlich die zunehmende Praxis, Getreide und andere Kulturen kurz vor der Ernte mit einer Giftdusche tot zu spritzen. Diese Praxis nennt man Sikkation. Im Sommer forderten zehn Bundesländer die Bundesregierung auf, den Glyphosateinsatz zur Sikkation und in den Händen von Laien zu untersagen. Passiert ist bisher nichts. Stattdessen verweist die Bundesregierung in der Antwort auf meine parlamentarische Anfrage auf die derzeit laufende erneute Risikobewertung. Die Bundesregierung nehme darauf keinen Einfluss. Aus meiner Sicht ist aber die noch ausstehende grundsätzliche Positionierung zum Wirkstoff Glyphosat kein Hindernis, besonders riskante und nicht dringend erforderliche Anwendungsbereiche unverzüglich zu verbieten.“

Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage finden Sie hier: http://kirsten-tackmann.de/wp-content/uploads/2013/10/131106_AntwBR_schrA_Glyphosat1.pdf