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„Die gentechnische Hochrüstung auf dem Acker wird immer abstruser. In den Gentech-Mais SmartStax wurden acht verschiedene Eigenschaften eingebaut, damit er mit Schädlingen und Unkräutern zurecht kommt. Im Sinne eines vorsorgenden Verbraucherschutzes hätte Ministerin Aigner dem Gentech-Mais die rote Karte zeigen müssen, statt sich zu enthalten“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die gestrige Entscheidung im Ständigen Ausschuss für Lebensmittelkette und Tiergesundheit zum gentechnisch veränderten Mais SmartStax.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„SmartStax ist das Sammelbecken gentechnischer Veränderungen der ersten Generation. Weltweit dominieren immer noch insekten- oder herbizidresistente Pflanzen aus dem Gen-Labor. Doch auch gegen diese Gentech-Änderungen werden zunehmend Schädlinge resistent. Auch Super-Unkräuter breiten sich aus. Die einzige Antwort der Gentech-Industrie ist ein Wettrüsten auf dem Acker und die Kombination bereits erprobter gentechnischer Abwehrverfahren in so genannten gestapelten Gentech-Pflanzen. Eins der Insektengifte von SmartStax namens Cry1A105 ist sogar völlig künstlich hergestellt und kommt in der freien Natur gar nicht vor. Die für seinen Anbau nötigen Totalherbizide mit den Wirkstoffen Glyphosat und Glufosinat stehen bereits seit Jahren zurecht in der Kritik.

Die Risiken dieser All-in-one-Pflanze wurden nicht hinreichend untersucht, auch wenn die EFSA das behauptet. Die Auswirkung der kombinierten Insekten- und Pestizidgifte auf das Agrarökosystem wurden nicht hinreichend untersucht. Fütterungsversuche sind mangelhaft. Verbraucher- und Umweltschutz bleiben dabei auf der Strecke.“