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„Die Agrarbetriebe stehen unter hohem Druck. Zu Trockenheit und fehlenden Saison-Arbeitskräften kommen Erzeugerpreise unter Druck. Die erneute Milchpreiskrise ist ein Beispiel. Die Corona – Pandemie spitzt den Systemfehler pervers zu. Während für Lebensmittelkonzerne der Laden weiter brummt, stehen Erzeugerbetriebe ökonomisch mit dem Rücken an der Wand, weil sie das volle Produktionsrisiko tragen und durch unfaire Handelspraktiken erpresst werden. Was schon vor der Pandemie als ernsthaftes Problem anerkannt war, spitzt sich jetzt zu. Deshalb muss die für Ende des Jahres angekündigte Meldestelle für unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette unverzüglich eingerichtet werden.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE die Antwort der Bundesregierung auf ihrer Schriftliche Frage.

Tackmann weiter:

„Dass die Bundeslandwirtschaftsministerin auf der einen Seite öffentlich den Einzelhandel vor Preisdumping warnt, gleichzeitig aber in der Antwort ihres Ministeriums auf die parlamentarische Nachfrage keinen Bedarf für die Einrichtung einer Meldestelle für betroffene Landwirtinnen und Landwirte sieht, beweist erneut die konzernfreundliche Agrarpolitik der Bundesregierung steht. Damit nimmt sie weiter billigend in Kauf, dass schon vor der Pandemie Verarbeitungs- und Handelskonzerne 86 Prozent der Bruttowertschöpfung in der Lebensmittelkette abschöpfen. Dabei muss es doch gerade jetzt darum gehen, denen einen wirksamen Schutz zu organisieren, die die Grundlagen für die Versorgung der Bevölkerung aus einheimischer Produktion sichern – die Landwirtschaft. Die Meldestelle kann dazu beitragen.“

Hier finden Sie die Antwort der Bundesregierung.