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„Monsanto sollte konsequent sein und alle Gen-Anbau-Anträge in der EU zurückziehen. Dazu gehört auch der umstrittene Gentech-Mais MON 810 und der kurz vor der Zulassung stehende Gentech-Mais SmartStax“, so Dr. Kirsten Tackmann. Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion kommentiert die Pläne des US-Konzerns Monsanto, einige seiner Anträge auf Anbauzulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU zurück zu nehmen.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Im Mai feierten einige Umweltschützerinnen und Umweltschützer bereits das Ende des Monsanto-Genmais-Spektakels in der EU. Doch Kritikerinnen und Kritiker wiesen zurecht darauf hin, dass sich die Propagandaabteilung des US-Konzerns lediglich auf gentechnikfreundliche Staaten konzentrieren wollte. Die Anbauzulassungsanträge, die Monsanto bei der EU gestellt hatte, wurden damals nicht zurückgezogen. Doch nun scheint der Agrar-Gigant erkannt zu haben, dass seine Gentech-Pflanzen bei uns nicht gewollt sind. Er hat angekündigt, sieben Anbauzulassungen in den kommenden Monaten zurückzuziehen. Das betrifft fünf Maissorten, eine Sojapflanze und eine Zuckerrübe. Leider will Monsanto jedoch an MON 810 festhalten. Die einzige Gentech-Pflanze, die in der EU überhaupt angebaut, aber in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten verboten ist, auch in Deutschland. Auch der achtfach gentechnisch veränderte Mais SmartStax steht weiterhin kurz vor der Zulassung. Wenn Monsanto seinen EU-Rückzug ernst meint, muss der Konzern auch auf diese beiden Gentech-Pflanzen verzichten. Andernfalls wäre die Meldung nichts weiter als ein neuer PR-Gag zur Verunsicherung der gentechnikkritischen Bewegung in Europa. Stattdessen sollte er lieber dem Beispiel der BASF folgen und das Gentechnik-Kapitel in der EU für beendet erklären.“