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„Die Bundesregierung muss deutlich machen, dass Nutzhanf kein Suchtstoff ist. Gerade während ihrer Ratspräsidentschaft muss sie sich klar bekennen, um die Erschließung der vielfältigen Potenziale dieser uralten Ackerkultur nicht länger durch die absurde Regulierung als Betäubungsmittel zu blockieren.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage Nr. 8/461.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Nutzhanf kann einen erheblichen Beitrag zum klimaschonenden Ackerbau und zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten. Er ist gut trockenverträglich, fördert die Drainage von Böden und ist eine gute Ergänzung in der Fruchtfolge. Gerade weil sie diese Fakten kennt, muss die Bundesregierung jetzt die akute Bedrohung des Anbaus verhindern und stattdessen die Bremsen lösen. DIE LINKE fordert Nutzhanf aus dem Betäubungsmittelgesetz zu nehmen und als ein Baustein in die geplante Ackerbaustrategie 2035 mit aufzunehmen.“

Hintergrund:
Die WHO kommt in ihrer Einschätzung zu dem Schluss, dass Cannabidiol (CBD) keine Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotentiale zeigt und die negativen Auswirkungen minimal sind. Zudem stellt die WHO klar, dass Nutzhanf mit keiner anderen Substanz vergleichbar ist, die unter dem Einheitsabkommen über Betäubungsmittel von 1961 aufgeführt wird. Diese Tatsache muss die Bundesregierung sowie auch die EU-Kommission endlich akzeptieren um die Nutzhanfproduktion in Deutschland und Europa zu sichern.

Berlin, 29.09.2020

Hier finden Sie die Antwort auf die Schriftliche Frage 8/461.