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!! ACHTUNG!! DIESE SEITE WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Anliegen nach dem Ende des Mandats von Dr. Kirsten Tackmann am 26.10.2021 an die aktuelle Linksfraktion im Bundestag. Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und konstruktive Kritik der vergangenen 16 Jahre möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

„Die Bundesregierung lässt bei Klimaschutzpaket und -gesetz die wichtigen Bereiche Landnutzung und Landnutzungsänderung sowie die Agrarim- und –exporte unter den Tisch fallen. Das ist ungenügend für einen effektiven Klimaschutz und entlässt auch im Agrarbereich die größten Klimasünder aus der Verantwortung. Damit macht die Bundesregierung weiter Politik auf Kosten unser aller Zukunft und der nachhaltig wirtschaftenden Agrarbetriebe. Das ist aus Sicht der LINKEN inakzeptabel.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, das heute beschlossenen Klimapaket.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

In einer Studie geht das Thünen-Institut davon aus, dass der Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft im Jahr 2030 mehr als 18 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich ausstoßen wird[i]. Wie unter diesen Bedingungen das Sektorziel der Landwirtschaft 9 Millionen Tonnen CO2 – Einsparung bis 2030 erreicht werden soll, bleibt ein Geheimnis. Und selbst diese genannten Reduktionspotenziale sind sehr unsicher.

Landwirtschaft und Ernährungssystem sind untrennbar verbunden. Schätzungen zu Folge fallen 40 bis 55 Prozent der Emissionen des Ernährungssystems in Deutschland jenseits der Landwirtschaft an: im Handel, bei der Verarbeitung und beim Konsum. Für die Versorgung seiner Bevölkerung „importiert“ Deutschland indirekt fast zwei Drittel seiner im Land verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche. Das führt in den Exportländern zu klimaschädlichen Landnutzungsänderungen. Trotzdem bleibt das im Klimaschutzprogramm 2030 völlig unberücksichtigt. Das ist fatal. Klimaschutz in Deutschland bedeutet auch die Internationale Verantwortung wahrzunehmen. DIE LINKE setzt sich seit vielen Jahren für eine sozial-ökologische Ausrichtung der Agrar- und Ernährungspolitik weltweit ein. Dazu gehört als erster Schritt, belastbare Zahlen vorzulegen und alle Emissionsquellen mit einzubeziehen.“

[i] Projektionsbericht der Bundesregierung 2019, https://www.bmu.de/download/projektionsbericht-der-bundesregierung-2019/