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„Ich möchte keine Prignitz und kein Ruppiner Land ohne Kühe im Stall oder auf der Weide. Denn sie sichern Arbeitsplätze, Wiesen und Weiden,“ erklärt Dr. Kirsten Tackmann zum Tag der Milch am 1. Juni.

©Gereon Balzer www.pixelio.de

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Die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE weiter:

„Milcherzeuger müssen sich besser vernetzen können, um ihre gemeinsamen Interessen zu vertreten. Zum Beispiel in Erzeugergemeinschaften, deren Unterstützung DIE LINKE im Bundestag immer wieder eingefordert hat. Milch ist zu schade, um sie nur billig für den Weltmarkt zu pulverisieren. Stattdessen muss sie stärker veredelt werden, am besten in den Regionen selbst. Damit auch die Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Teil zum Wohl der Kühe der Region beitragen können, wird eine regionale Vermarktung und Kennzeichnung gebraucht. Es ist längst bewiesen, dass sie für fair und regional gehandelte Milch bereit sind, etwas mehr zu zahlen. Gegen den Dumping-Welthandel mit Milch können wir etwas tun – aber nur gemeinsam und zu unser aller Wohl.

Immer öfter können sich Landwirtschaftsbetriebe Milchproduktion nur noch dann leisten, wenn sie auch Energie produzieren. Ich bin für die erneuerbaren Energien als zusätzliches Standbein der Landwirtschaft, weil wir unverzüglich aus dem Atomstrom und so schnell wie möglich aus der Kohleverstromung raus müssen. Aber auch für die Milch müssen kostendeckende Erzeugerpreise gezahlt werden. Während die Preise für Boden und Pacht, Futtermittel und Energie steigen, sind die Milchpreise bei den Molkereien nach kurzzeitiger Erholung wieder auf Sinkflug. Der für 2015 geplante Ausstieg aus der Milchquote wird das Sterben der Milchviehbetriebe und die Abwanderung an Gunststandorte weiter beschleunigen. Die EU-Kommission hat ein „soft landing“ in Aussicht gestellt. Daraus ist für viele schon jetzt eine Bruchlandung geworden.

Dabei sind sich eigentlich alle einig, dass Milch nicht zur Ramschware werden darf. Dazu muss auch die Politik ihren Beitrag leisten. Sie muss die Milchbetriebe gegenüber den immer größeren Molkereiverbünden und Einzelhandelsketten stärken. Angekündigt wird das immer wieder, geändert hat sich so gut wie nichts. Die LINKE unterstützt zum Beispiel die Forderung nach Aufhebung der Andienungspflicht an ausschließlich eine Molkerei. Oder die Möglichkeit der Bündelung der Milchlieferung an die Molkereien über eine Erzeugergemeinschaft.“

Weitere Infos zum Tag der Milch finden Sie hier.