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„Die für 2018 von der EU festgesetzten Fangquoten in der Ostsee treffen die Küstenfischerei hart, da sie gerade die sogenannten Brotfische wie Dorsch und Hering erneut treffen. Deshalb bleiben immer mehr Fischkutter im Hafen, immer mehr Küstenfischerinnen und -fischer müssen aufgeben“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE die am 10. Oktober vom Rat der europäischen Fischereiminister beschlossenen Fangmengen in der Ostsee für 2018.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

Gebraucht wird endlich eine verlässlichere mittelfristige Grundlage für eine nachhaltige Fischerei in der Ostsee als vertrauensbildende Maßnahme. Dazu gehören bessere wissenschaftliche Grundlagen für die Bewertung von Einflüssen auf die Bestandsentwicklungen, wobei neben der Fischerei auch andere Ursachen für Bestandsverluste, zum Beispiel Beutegreifer wie Vögel oder andere Fischarten, verlorene Lebensräume und versperrte Wanderwege einbezogen werden müssen.

Eine isolierte Betrachtung wird weder dem Ökosystem Ostsee noch der Verantwortung für die Existenz sowohl der Fischbestände als auch der Küstenfischerei gerecht.

Unsere Forderungen bleiben: die Fischereiforschung muss gestärkt werden. Der MSY-Ansatz muss konsequent zu einem artübergreifenden Bewirtschaftungskonzept für die Fischerei weiterentwickelt, aber auch wirksam umgesetzt und kontrolliert werden. Damit muss eine verlässliche Grundlage für ein Zukunftskonzept geschaffen werden mit dem Ziel die Fischerei als eine wesentliche Säule zur Stärkung der Entwicklungspotenziale in den Küstenregionen zu erhalten. Zur Überbrückung müssen soziale Härten ausgeglichen werden.“