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„Boden, Wasser und Saatgut sind die wichtigsten Produktionsgrundlagen für Bäuerinnen und Bauern. Doch gerade mit der endlichen Ressource Boden wird immer noch viel zu sorglos umgegangen. Auch der neue Koalitionsvertrag hat im Bereich des Bodenschutzes wenig zu bieten“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember 2013. Mit dem Weltbodentag wird jährlich ein Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gesetzt.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Der Boden muss vielfältig geschützt werden. Das betrifft zum Beispiel die Versiegelung von offenen Flächen. Sie ist nach wie vor zu hoch und im Koalitionsvertrag wird das Thema stiefmütterlich behandelt. Die in der Nachhaltigkeitsstrategie genannten Flächenziele werden von der vermeintlich neuen Koalition nicht mit konkreten Etappenzielen und Handlungsmöglichkeiten unterlegt. Aus meiner Sicht muss der Innenentwicklung mehr Bedeutung geschenkt und bei einer Versiegelung eine verpflichtende Entsiegelung vorgeschrieben werden. Wir werden kritisch prüfen, ob die im Koalitionsvertrag angekündigte Bundeskompensationsverordnung zielführend sein wird.

Ein anderer Aspekt ist die Qualität der Böden. Sie sind Lebensraum und Nährstoffspeicher. Bodenschutz ist nicht nur eine regionale oder nationale Angelegenheit. Daher spricht sich die Linksfraktion dafür aus, die EU-Bodenschutz-Rahmenrichtlinie nicht aufzugeben, sondern mit Nachdruck voran zu bringen. Doch Schwarz-Rot will hier genauso mauern, wie es Schwarz-Gelb bisher getan hat.

Böden sind Klimaschützer, beispielsweise Moore oder besonders humusreiche Böden. Böden sind darüber hinaus Hochwasserschützer, denn sie nehmen viel Wasser auf. Sie filtern Wasser und wandeln Schadstoffe um und sind die Produktionsgrundlage der Agrarwirtschaft. Deshalb gehören Äcker und Wiesen auch nicht in die Hand von Spekulanten und landwirtschaftsfremden Investoren.“