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„Obwohl bei der Zulassung von Chlorpyrifos erneut die schwerwiegenden Lücken bei der Sicherheitsbewertung von Wirkstoffen für Pflanzenschutzmittel nachgewiesen wurden, sieht die Bundesregierung keinen Änderungsbedarf beim Zulassungsverfahren. Zur Umsetzung des Vorsorgeprinzips fordert DIE LINKE dagegen weiter ein unabhängiges, transparentes und alle gesundheitlichen und ökologischen Gefahren erfassendes Zulassungsverfahren, das über eine Abgabe antragstellender Unternehmen finanziert wird.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag die Antwort der Bundesregierung auf ihre schriftliche Frage.

Hintergrund: Laut schwedischen Wissenschaftlern geht aus Rohdaten des ursprünglichen Genehmigungsantrag von DowAgrosciences hervor, dass Chlorpyrifos in Tierversuchen den Aufbau des Gehirns schon bei geringer Dosierung schädigte. Im Fazit der Herstellerstudie von 1998 tauchte dieser Effekt dann nicht mehr auf, wie Medien Ende letzten Jahres berichteten. Seit 2006 ist der Wirkstoff in der EU zugelassen. Aktuell wird eine Verlängerung überprüft. In Deutschland sind seit 2014 keine Pflanzenschutzmittel, die Chlorpyrifos enthalten, zugelassen.

Hier finden sie die Antwort der Bundesregierung auf unserer Homepage.

 Berlin, 08.02.2019