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„Die Milchpolitik von Agrarminister Schmidt ist einseitig fixiert auf Wachstum und Agrarexporte. Diese Milchstraße des Ministers ist eine Sackgasse. Es macht keinen Sinn, immer mehr Milch zu produzieren. Stattdessen muss ein System gefunden werden um die Milchmenge in der EU flexibel zu regulieren“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die heutige Debatte im Deutschen Bundestag zur Milchpolitik. Die Bundestagsfraktion DIE LINKE und die Bundestagsfraktion Bündnis´ 90 / Die Grünen haben gemeinsam den Antrag „Milchmarkt stabilisieren – Milchkrise beenden“ eingereicht und heute im Plenum vorgestellt (Bundestagsdrucksache 18/6206). Im Antrag fordern beide Fraktionen ein Marktverantwortungsprogramm zur flexiblen Mengensteuerung der Milch in der EU.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Als ich 2005 erstmalig in den Bundestag einzog, gab es noch über 100.000 Milchviehbetriebe. Seit 2009 gab es drei Milchkrisen. Jeder vierte Betrieb hat seit 2005 aufgegeben. Und die überlebenden 75.000 stehen nun ebenfalls mit dem Rücken an der Wand. Ich verstehe sehr gut, dass sie ihre Not und Verzweiflung auch auf die Straße getragen haben. Das ist ihr gutes Recht!

Es ist ja nicht so, dass mit Milch kein Geld verdient wird. Supermärkte und Großmolkereien machen durchaus satte Gewinne. Auf Kosten der Milchproduzenten. Handel und Verarbeiter haben eine Mitverantwortung zur Stabilisierung am Milchmarkt. Wir wollen sie dafür auch in die Pflicht nehmen. Zum Beispiel sollen durchschnittliche Erzeugungskosten als Mindest-Basispreis für Vertragsverhandlungen mit den Molkereien vorgeschrieben werden. Um die Marktübermacht von Supermärkten und Molkereien zu beenden, muss das Kartell- und Wettbewerbsrechts gestärkt werden.“

Den Antrag „Milchmarkt stabilisieren – Milchkrise beenden“ finden Sie hier.