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„Trotz erreichter Fortschritte muss sich Deutschland stärker gegen illegale Fischerei engagieren. Noch immer wird jeder vierte Fisch illegal gefangen und auch in deutschen Häfen wird zu wenig kontrolliert. Die Bundesregierung räumt ein, dass nur jede dritte der 45.000 Fangbescheinigungen genauer überprüft wird. Ich finde, sie darf nicht länger das Risiko dulden, dass illegale Fänge auch nach Deutschland als dem größten Importmarkt gelangen. Wir brauchen mehr Kontrollpersonal,“ fordert Dr. Kirsten Tackmann anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Deutschlands Beitrag zur Bekämpfung der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei“ (Bundestagsdrucksache 18/6597). Die Fraktion DIE LINKE hatte in der Kleinen Anfrage mit 28 Fragen die nationalen Aktivitäten zur Bekämpfung der IUU-Fischerei hinterfragt.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Indirekte Importe, die bis zu 80 Prozent aller Importe ausmachen, stellen nach Angaben der Bundesregierung ein besonders hohes Risiko dar. Hierbei handelt es sich um Fischfänge, die vor dem Import in die Bundesrepublik zwischen zwei Drittländern gehandelt wurden und oft als Containerware in Deutschland ankommen. Bei einem risikobasierten Ansatz müssten deutlich mehr als nur ein Drittel aller Fangbescheinigungen kontrolliert werden, wenn 80 Prozent Risiko-Importe sind. Wenn zudem wichtige Risikoindikatoren gar nicht berücksichtigt werden und das Entdeckungsrisiko nachts und am Wochenende weiter sinkt, leistet Deutschland keinen ausreichenden Beitrag zur Bekämpfung der IUU-Fischerei, sondern droht Türöffner für illegale Fischereiprodukte zu sein. Das schadet der nachhaltigen Fischerei in Deutschland, in der EU und auch in den Drittstaaten. IUU-Fischerei muss entschieden bekämpft werden. Daher muss die Prüfdichte erhöht und dafür mehr Kontrollpersonal eingestellt werden.“

Hier die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der LINKEN (18/6597)

Hier der Artikel des WWF: Schwarzfisch auf dem Teller.