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„Die Forderung der LINKEN nach einer Weidetierprämie wurde abgelehnt. Damit lässt die Koalition Betriebe mit Weidetierhaltung im Regen stehen, obwohl Brüssel ausdrücklich eine solche Möglichkeit eröffnet hat und andere Mitgliedsstaaten wie Frankreich diese auch nutzen. Die Betriebe können ohne kostendeckende Preise für ihre Arbeit und so, wie die Förderprogramme jetzt gestrickt sind, kaum überleben.

Das ist ein Dilemma für die dort Beschäftigten, aber auch für Landschaft und die Deiche. Gerade die Schaf- und Ziegenbeweidung  ist nicht nur eine der ältesten sondern auch eine der naturverträglichsten Landnutzungsformen und beweidete Deiche sind fester als technisch gemähte. Deshalb brauchen wir die Schafe und Ziegen und ihre Halterinnen und Halter.“ sagt MdB Dr. Kirsten Tackmann. Die Agrarpolitikerin der Fraktion DIE LINKE. hat heute in der Debatte des Bundestages zu den Zahlungen an die Landwirte im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik nochmals vehement Änderungen eingefordert.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Die Landwirtschaft sozialer und naturverträglicher zu gestalten, das sollte das Ziel sein. Aber da ist die Bundesregierung zu oft im Ansatz stecken geblieben.  So vergibt sie die Chancen für eine sozialere und naturverträglichere Landwirtschaft.

Auch die Ostdeutsche Landwirtschaft wird undifferenziert benachteiligt statt zwischen Genossenschaften mit vielen Beschäftigten und z. B. Agrargesellschaften zu unterscheiden.

Auch bei den ökologischen Vorrangflächen, die nun auf fünf Prozent der Betriebsfläche ausgewiesen werden müssen, wurden zu viele faule Kompromisse gemacht. Weil zum Beispiel diese Flächen nicht an der Betriebsstätte errichtet werden müssen und damit kein Netz von Lebensräumen als Biotopverbund entsteht. Auch bei der Zulassung des Anbaus von Zwischenfrüchten auf diesen Flächen habe ich erhebliche Zweifel, ob der ökologische Vorrang noch erfüllt werden kann.

Fazit: es wurden Chancen für eine zukunftsfähige, gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft vertan.

Die LINKE hat zu dem Gesetzentwurf der Regierungskoalition über die Direktzahlungen an Landwirte im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik über Wochen eine kritische Debatte geführt. In einem Entschließungsantrag haben wir unsere wesentlichen Forderungen vorgelegt. Mit dem Gesetz werden die Weichen für die Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in den kommenden sechs Jahren gestellt.“