alt= alt= alt=

START  |  AKTUELLES  |  PRESSE   |  ZUR PERSON   |  FOTOSTRECKE  |  KONTAKT

Am Dienstag, den 13. März ab 11 Uhr findet eine Demo der Schäferinnen und Schäfer vor dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Aufgerufen hat der Bundesverband der Berufsschäfer. Kirsten Tackmann dazu:

„Die protestierenden Schäferinnen und Schäfer vor dem Bundesagrarministerium sind das Zeichen ihrer sich weiter zuspitzenden prekären Lage. Die Probleme sind alles andere als neu. Immer weniger junge Menschen können es sich leisten, diesen spannenden Beruf zu erlernen oder auszuüben. Der Lohn ist niedrig, erst recht angesichts der schweren Arbeit, die Infrastruktur ist lückenhaft, ihr Beitrag zu Natur- und Deichschutz wird ungenügend oder gar nicht bezahlt, die Vermarktung der wertvollen Produkte ist schwierig. Deshalb hat DIE LINKE für die Sitzung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft am Mittwoch erneut eine Debatte zu ihrer Forderung nach einer Weidetierprämie beantragt. Die Bundesregierung muss es endlich den 22 anderen EU-Mitgliedsstaaten gleichtun und ihr Dogma, keinerlei Agrarförderung an Produktion koppeln zu wollen, für eine Weideprämie aufgeben.“, kommentiert die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Dr. Kirsten Tackmann, die heutige Demonstration, zu der der Bundesverband der Berufsschäfer aufrief.

Tackmann weiter:

„Die sogenannte Weidetierprämie, wie sie die Schäferinnen und Schäfer heute energisch fordern, könnte schon ab 2019 in Deutschland beschlossen werden. Dazu braucht es politischen Willen, den ich bei der neuen alten Bundesregierung und der Koalition vermisse. DIE LINKE unterstützt seit Jahren die Förderung der Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter nicht nur in der Mutterkuhhaltung, sondern auch in der Schafhaltung. Dazu gehört auch ein Rechtsanspruch auf Unterstützung beim Herdenschutz. Die Schäferinnen und Schäfer benötigen Unterstützung, weil wir die Schafhaltung dringend brauchen. Sie versorgt uns mit hochwertigen Produkten und unterstützt im Klima-, Natur- und Artenschutz.

Auch Schäferinnen und Schäfer müssen von ihrer Arbeit leben können. Deshalb fordert DIE LINKE zusätzlich zur Weidetierprämie bessere Voraussetzungen für eine schaf- und ziegenfreundliche Infrastruktur wie die vereinfachte Förderung von Brunnen oder von Randstreifen als Wander- und Triftwege.“

Berlin, 12.03.2018