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„Das Meeres-Ökosystem ist sensibel und Überfischung gefährdet die Zukunft der Fischerei“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die Antwort der Bundesregierung auf die parlamentarische Frage, was nach Kenntnis der Bundesregierung zum Ausfall des Dorschnachwuchses 2016 geführt haben könnte, mit drastischen Quotenkürzungen in der Fischerei einher ging.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Die Bundesregierung räumt in ihrer Antwort ein, dass – neben einer großräumig wirkenden ungünstigen Kombination von Umweltbedingungen – auch eine jahrelange Überfischung durch zu optimistische Schätzungen der Bestandsentwicklung durch den Internationalen Rat für Meeresforschung dazu beigetragen hat, dass nun für 2017 drastische Quotenkürzungen notwendig wurden.

Defizite hinsichtlich der Belastbarkeit der wissenschaftlichen Prognosen zu Bestandsentwicklungen hat DIE LINKE seit Jahren thematisiert. Deshalb fordert DIE LINKE weiter mehr Forschungsmittel für eine belastbare Bewertung, die dann aber auch ernsthaft in die politischen Entscheidungen einfließen muss.

Gleichzeitig bekräftigt DIE LINKE gerade vor dem Hintergrund der notwendig gewordenen drastischen Quotenkürzungen ihre Forderung nach einem Kontrollmanagement, bei dem schwarze Schafe sicher ins Netz gehen. Ein derartiges Kontrollmanagement ist Voraussetzung für den Erfolg des Konzepts mehrjähriger Fangpläne nach dem allgemein anerkannten Prinzip MSY (maximum sustainable yield, deutsch: höchstmöglicher Dauerertrags). Übersetzt heißt dies: nicht mehr Fisch einer Art zu fangen, als zur Reproduktion gebraucht wird.

Ein solches Fischereimanagment muss zukünftig auch auf artübergreifende Bewirtschaftungspläne ausgeweitet werden.

Nachhaltige Fischerei muss als Existenzgrundlage der einheimischen Fischerei gesichert werden.“

Berlin, 14.02.2017

Hier die Antwort der Bundesregierung.