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„Die Habitate von Wildtieren sind nahezu komplett durch Menschen erobert worden. Das hat nicht nur oft zum Verlust biologischer Vielfalt beigetragen, sondern ist mit Infektionsgefahren verbunden, einschließlich Pandemierisiken. Legaler und illegaler Handel mit Wildtieren verstärken diese Risiken massiv. Deshalb ist eine risikominimierende Regulierung und Kontrolle dringend erforderlich. Dazu ist ein Register mit konsequentem Kontroll- und Vollzugsregelwerk nötig, das den Weg von Wildtieren nachverfolgbar macht und Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt vorbeugt. Solange dies nicht vorliegt, muss legaler und illegaler Wildtierhandel grundsätzlich ausgesetzt werden, ohne in das kulturelle Erbe indigener Stämme in Teilen der Welt einzugreifen. Es bedarf auch besserer internationaler Zusammenarbeit zur Vermeidung von Zoonosen, eine Stärkung der epidemiologischen Forschung und Ausbildung in Human- und Tiermedizin sowie die konsequente Weiterentwicklung und Umsetzung des OneHealth-Ansatzes.“, so Dr. Kirsten Tackmann agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Bundesamts für Naturschutz wurden in Deutschland innerhalb von zwölf Monaten mehr als 2.000 verschiedene Wildtierarten online, auf Tierbörsen und in Zoofachgeschäften zum Verkauf angeboten – vermutlich ist das nur die Spitze des Eisbergs. Dreiviertel dieser Arten unterliegen keinerlei internationalen Schutzbestimmungen und können daher legal und ohne Einschränkungen importiert und hier gehandelt werden. Dies trifft sogar auf Arten zu, die in ihrem Herkunftsland geschützt sind. Über die Hälfte aller Infektionen des Menschen werden von Tieren übertragen, bei den gefährlichen Infektionserregern sind es sogar dreiviertel. Deshalb hat DIE LINKE einen Antrag ins parlamentarische Verfahren eingebracht mit den notwendigen Entscheidungen“

Hier finden Sie den Antrag zum Wildtierhandel mit der Drucksachennummer: 19/20551.