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„Die Bundesregierung setzt beim Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration auf eine Vielfalt alternativer Verfahren. Aus Sicht der LINKEN muss neben wirklichen Fortschritten zum Wohl der Tiere auch eine faire Kostenbeteiligung der gesamten Wertschöpfungskette gesichert werden“, kommentiert Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (BT-Drs. 18/9428). Tackmann weiter:

„Angesichts der aktuellen Marktübermacht von Verarbeitung und Handel liegt das Produktions- und Kostenrisiko bei den Erzeugerbetrieben. Die Bundesregierung stiehlt sich aus der Verantwortung, wenn sie bei der Umstellung auf alternative Verfahren lediglich auf einen engen Abstimmungsbedarf zwischen den Erzeugerbetrieben auf der einen und der Schlacht- und Verarbeitungsindustrie sowie dem Handel auf der anderen Seite verweist, aber keinerlei eigenen Beitrag dazu leisten will, dass auf Augenhöhe verhandelt wird. Damit nimmt sie billigend in Kauf, dass die Erzeugerbetriebe weiter unter Druck gesetzt werden können.

Höhere Tierschutzstandards in Deutschland setzen voraus, dass die Betriebe Planungssicherheit haben und für mehr Tierwohl auch anständig entlohnt werden. Um Preis- und Standarddumping innerhalb der Europäischen Union zu verhindern, muss sich die Bundesregierung verstärkt für eine einheitliche EU-weite Regelung und eine Herkunftskennzeichnung einsetzen.

Unter den alternativen Verfahren hält DIE LINKE die Ebermast am ehesten für zukunftsfähig. Der Schwerpunkt der Forschung muss auf der Identifizierung der Eber liegen, die den spezifischen Geruch entwickeln. Auch nach züchterischen Wegen zur Verringerung des Problems sollte weiter gesucht werden. Hier werden mehr öffentliche Forschungsmittel benötigt.“

F.d.R. Christian Posselt

Hier die Antwort der Bundesregierung.