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„Die Afrikanische Schweinepest ist infolge ihrer massiven direkten und indirekten
Folgen und des erheblichen Verschleppungsrisikos aufgrund der Wildtierbeteiligung
eine Tierseuche mit bundesweiter Tragweite. Dieser gefährlichen Sondersituation
sind Instrumentarien für den Normalfall nicht angemessen. Deshalb ist die Forderung
der Sondersitzung der Agrarminister:innen richtig, dass der Bund mehr
Verantwortung übernehmen muss. Insbesondere, aber nicht nur, finanziell. DIE
LINKE hat das bislang vergebens angemahnt.“ kommentiert Dr. Kirsten Tackmann,
agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE zur Sonder-
Agrarminister:innenkonferenz vom 01. September 2021.

Dr. Kirsten Tackmann weiter: „Mit angezogener Handbremse agieren ist keine
Option. Weiteres Zögern ist gefährlich. Der Bund muss die endemische Lage und
ihre bedrohlichen Folgen für die Schweinehaltenden ernster nehmen und mehr dazu
beitragen, eine weitere Ausbreitung unbedingt zu verhindern. Das heißt vor allem
auch deutlich mehr finanzielle Unterstützung für die überforderten betroffenen
Regionen. Jagdausübende sind eine wichtige Unterstützung gegen die ASP und
müssen unterstützt und angemessen entschädigt werden. Das gilt auch für eine
bessere Wildbretvermarktung außerhalb des betroffenen Gebietes durch eine
Informationskampagne oder über öffentliche Kantinen und Weitere. Nicht
hinzunehmen ist, wenn Schlachtkonzerne diese Notsituation zum eigenen Vorteil
ausnutzen. Gleichzeitig muss diese Krise als Chance genutzt werden, die längst
überfällige Korrektur von Risikostrukturen endlich anzugehen. Dazu gehört eine
soziale Abfederung der Betriebe, die aufgeben wollen oder müssen, eine Deckelung
der Tierbestände am Standort und in Regionen mit dem Ziel einer
flächengebundenen Tierhaltung und die Förderung haltungsnaher Schlachtungen.
Eine solidarische Finanzierung aller nötigen Maßnahmen muss selbstverständlich
sein.“
Berlin, 02.09.2021