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„Dass mit der Afrikanischen Schweinepest nun die in Europa für Schweine verheerendste Tierseuche an die Tür klopft, ist eine ernsthafte Bedrohung sowohl für das Schwarzwild als auch für die Hausschweinehaltung. Die historisch hohen Schwarzwildbestände potenzieren das Einschleppungsrisiko, aber auch die katastrophalen Folgen eines Ausbruchs. Ihre tierschutzgerechte Reduzierung ist insbesondere angesichts der seit Jahren wachsenden Gefahr längst überfällig und muss nun endlich umgesetzt werden.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, Agrarexpertin der LINKEN im Bundestag, die Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbands zur Afrikanischen Schweinepest.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

„Allerdings darf nicht vergessen werden, dass diese bedrohliche Situation auch Ergebnis eines verfehlten EU–Agrarmodells ist. Zum Beispiel ist die massive Ausweitung des Maisanbaus in den vergangenen 10 Jahren sowohl eine exzellente Futtergrundlage für das Schwarzwild als auch eine ernsthafte Behinderung einer waid- und tierschutzgerechten Regulierung des Bestandes durch die Jägerschaft. Zusätzlich wird das außerhalb von Notzeiten bestehende Fütterungsverbot für Wild nur begrenzt durchgesetzt. Regionen mit extrem hohen Hausschweinebeständen oder Mega-Anlagen mit mehreren 10.000 Schweinen machen die Bekämpfung zum Horrortrip für alle Betroffenen. Die hohe Exportabhängigkeit der Schweinehaltung führt zu exorbitanten wirtschaftlichen Kosten als Folge von Bekämpfungsmaßnahmen oder Handelsrestriktionen.

 Deshalb sollten der geschäftsführende Bundesagrarminister und der Bauernverband zum Rückzug blasen aus einer verfehlten Ausrichtung der Agrarpolitik der letzten Jahre, die das große Halali auf das Schwarzwild erst nötig gemacht hat.“ 

 

Berlin, 12.01.2018