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Umbau der Nutztierhaltung ist überfällig

„Mit den Empfehlungen des Kompetenznetzwerks für Nutztierhaltung liegt nun ein weiteres Gutachten zum dringenden Umbaubedarf in der Nutztierhaltung vor. Es darf nicht wieder in der Schublade landen – wie das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik 2015. Einigkeit besteht darin, dass ein neuer gesellschaftlicher Konsens darüber gebraucht wird, was die Landwirtschaft allgemein und die Nutztierhaltung speziell leisten soll. Dazu gehört eine neue strategische Ausrichtung auf eine nachhaltige Versorgungsfunktion mit Lebensmitteln statt auf möglichst billige Ware für Konzerne“, erklärt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion die LINKE, mit Blick auf den aktuellen Bericht des Kompetenznetzwerks Nutztierstrategie. Kirsten Tackmann weiter:

Tackmann´s Kommentar zur Antwort der Bundesregierung zum Ausstieg aus der chirurgischen Ferkelkastration

Bundesregierung bleibt beim Thema Ausstieg aus der chirurgischen Ferkelkastration Zaungast

„Trotz Staatsziel Tierschutz lässt sich die Bundesregierung weiter durch die Blockade des Ausstiegs aus der chirurgischen Ferkelkastration durch die Schlachtkonzerne erpressen. Dass die Bundesregierung die 100.000 Improvac-Ferkel-Offensive unterstützt, ist doch ebenso selbstverständlich wie vollkommen ungenügend. Statt wenigstens eine verbindliche Branchenvereinbarung zum vollständigen Ausstieg aus der chirurgischen Ferkelkastration voranzutreiben, sieht sie die aus Tier- und Arbeitsschutzsicht inakzeptable Öffnung der Isofluran-Methode für Tierhaltende auch weiter als Wohltat. Dieser Kotau vor der Schlachtindustrie auf Kosten der Ferkel ist und bleibt inakzeptabel.“, so Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE auf die Antwort der Bundesregierung auf ihre schriftliche Frage zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration.

Tackmanns Statement zur Schriftlichen Frage 1/082: Mulesing ächten, Importverbot von solchen Produkten durchsetzen

„Mulesing ist ein schwerer Verstoß gegen das Staatsziel Tierschutz. Der alleinige Verweis der Bundesregierung auf die Zuständigkeit der EU-Kommission ist zu wenig. Ich erwarte, dass sie sich auf EU-Ebene aktiv gegen den Import von Merinowolle einsetzt, die mit diesen Praktiken erzeugt wurde. Die kommenden EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands in der zweiten Jahreshälfte 2020 bietet dazu eine passende Gelegenheit“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, die Antwort der Bundesregierung auf ihre schriftliche Frage zum Import von Merinowolle, die mit der Praktik des „Mulesings“ erzeugt wurde.