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Kostendeckende Erzeugerpreise sind systemrelevant

„Von aktuell 25 Cent für den Liter Milch oder 2,50 Euro pro Kilogramm Rind kann niemand in der Landwirtschaft leben. Aber Schlacht-, Molkerei- und Lebensmittelkonzerne werden damit reich. Grund ist ihre strukturelle Markübermacht, die solche Dumpingpreise erpresst, koste es was es wolle für Mensch, Tier und Natur. Der von der Bundesregierung proklamierte „mittelbare Schutz vor sehr niedrigen Lebensmittelpreisen und nicht kostendeckender Erzeugerpreise“ wird zur Farce ohne Beseitigung der Ursache. Der Systemfehler gehört behoben.“ kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag die Antwort der Bundesregierung auf ihre Schriftliche Frage.

Tackmann weiter:

Meldestelle für unfaire Handelspraktiken wird gerade jetzt dringend gebraucht

„Die Agrarbetriebe stehen unter hohem Druck. Zu Trockenheit und fehlenden Saison-Arbeitskräften kommen Erzeugerpreise unter Druck. Die erneute Milchpreiskrise ist ein Beispiel. Die Corona – Pandemie spitzt den Systemfehler pervers zu. Während für Lebensmittelkonzerne der Laden weiter brummt, stehen Erzeugerbetriebe ökonomisch mit dem Rücken an der Wand, weil sie das volle Produktionsrisiko tragen und durch unfaire Handelspraktiken erpresst werden. Was schon vor der Pandemie als ernsthaftes Problem anerkannt war, spitzt sich jetzt zu. Deshalb muss die für Ende des Jahres angekündigte Meldestelle für unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette unverzüglich eingerichtet werden.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE die Antwort der Bundesregierung auf ihrer Schriftliche Frage.

Tackmann weiter: