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Fraktion vor Ort: Neue Wege übers Land – Landwirtschaft zum Wohl von Mensch und Natur

Am 4. Februar 2021 veranstaltete die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag die Onlinediskussion „Neue Wege übers Land – Landwirtschaft zum Wohl von Mensch und Natur“. Moderiert von MdB Eva-Maria Schreiber, Sprecherin für Welternährungspolitik, diskutierten als Referent*innen: Heidrun Bluhm-Förster, Sprecherin der Fraktion für ländliche Räume, Kirsten Tackmann, Sprecherin für Agrarpolitik​, Tim Brand, Öko-Landwirt von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Michael Muhr, Mitglied im bayerischen Sprecherrat von »Land schafft Verbindung«.

GAP – mit den Agrarbetrieben weiter für Paradigmenwechsel in der Agrarförderung streiten!

„Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“, auch bei Agrarfördermitteln – dafür kämpft DIE LINKE. Doch wir haben es nicht nur mit einer Klima- und ökologischen Krise in der Landwirtschaft zu tun, sondern auch mit einer sozialen Krise! Viele Betriebe, die ja die Klimaschutzmaßnahmen umsetzen müssen und die deshalb unsere Verbündete sind und werden müssen, stehen mit dem Rücken an der Wand. Die eigentlichen Profiteure der aktuellen Agrarförderung sitzen eher in den Konzernzentralen von Tönnies, Aldi und Co.. – oder in den Büros der Bodenspekulanten und Investoren. Dr. Kirsten Tackmanns Rede zur GAP:

LINKER FLYER Klimagerechte Landwirtschaft

Die Agrarpolitik in der EU und in Deutschland reduziert die Landwirtschaft auf eine möglichst billige Warenproduktion für einen sozial und ökologisch blinden Weltmarkt. Diesen Konkurrenzkampf überlebt man nur mit maximalen Erträgen in der Tierhaltung und im Anbau durch übermäßigen Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz. Auf Kosten von Mensch und Natur.

Eine klimagerechte Landwirtschaft braucht eine mutigere Bundesregierung

Wenn das Klimakabinett die Klimaschutzziele für die Landwirtschaft vorwiegend beim Thema Energieeffizienz sieht, hat sie die ernste Situation verkannt. Die höchsten Emissionen in der Landwirtschaft kommen aus der Düngung einschließlich der Lagerung von Wirtschaftsdünger und aus der Haltung von Wiederkäuern. Die Verstärkung der energetische Nutzung von Wirtschaftsdünger ist sicher sinnvoll, aber allein technische Lösungen werden die Systemursachen nicht beheben – aber genau das forderte der heutige Globale Klimastreik völlig zu Recht.“ Kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag das Klimapaket der Bundesregierung und den Globalen Klimastreik.