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„Wem der Boden gehört und wer Zugang zur Bewirtschaftung der Äcker und Weiden hat ist keine Frage der Vergangenheit, sondern hochaktuell. Öffentliches Bodeneigentum und eine breite Streuung des Bodenbesitzes sind die Grundlage einer sozial-ökologischen Bewirtschaftung der Flächen. Der Ausverkauf der Böden an Spekulanten muss endlich gestoppt und der Einfluss des landwirtschaftsfremden Kapitals reduziert werden“ erklärt Dr. Kirsten Tackmann anlässlich des 70. Jahrestages der Bodenreform am 2. September 2015. Die GUE/NGL im Europäischen Parlament, die Bundestagsfraktion DIE LINKE, die Fraktion DIE LINKE im Brandenburger Landtag und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg laden anlässlich dieses Jahrestages zu einer Veranstaltung ins Brandenburgische Kyritz ein, wo damals die Bodenreform Ostdeutschlands ausgerufen wurde.

„Auf die historischen Ereignisse im Nachkriegsherbst 1945 zurückzublicken muss gleichzeitig heißen, über die heutige Bodenpolitik nachzudenken. Statt der Bodenkonzentration und der Explosion der Bodenpreise zuzusehen, muss die Politik endlich handeln. Schranken für landwirtschaftsfremdes Kapital müssen den Zugang zum Boden für viele, insbesondere Ortsansässige, sichern. Anteilskäufe bei Agrarbetrieben müssen genehmigungspflichtig werden. Die Privatisierung öffentlicher Flächen ist sofort zu stoppen. Sie sollten stattdessen in einen Bodenfonds überführt und langfristig an ortsansässige Betriebe oder Neueinsteiger verpachtet werden.