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Zitat von Kirsten Tackmann zu Saisonarbeitskräften

„DIE LINKE fordert erst recht nach den Erfahrungen der Pandemie-Situation, endlich Saisonarbeit in der Landwirtschaft, im Obst- und Gemüsebau neu zu denken. Sozialdumping darf nicht länger geduldet werden, sondern die Bedingungen müssen arbeits- und sozialrechtlich eindeutig und für alle gleich verbindlich geregelt werden. Um das strukturelle Problem der Wanderarbeit zu lösen, müssen alternative, sozial gesicherte Modelle zur Organisation saisonaler Arbeit gefördert werden. Beispielsweise kann mit Arbeitgeberzusammenschlüssen saisonal anfallende Arbeit in der Region so organisiert werden, dass ganzjährig sozial gesicherte Arbeitsverhältnisse entstehen. Das stärkt die Versorgungssouveränität, die ländlichen Räume und den sozialen Zusammenhalt.“

Tackmanns Statement zur Schriftlichen Frage 5/349: Einbeziehung von Veterinärlaboren in Corona-Untersuchungen

Die Antwort der Bundesregierung auf meine parlamentarische Anfrage, warum keine akkreditierten Veterinärlabore in die Corona-Untersuchungen einbezogen werden, lässt tief in ihre Plan- und Strategielosigkeit blicken. Denn gerade das Defizit epidemiologischer, repräsentativer Untersuchungen zur Verbreitung des Virus war und ist einer der Gründe dafür, dass nach dem Vorsorgegrundsatz oft sehr weitreichende politische Eingriffe vorgenommen werden mussten, über deren Angemessenheit trefflich gestritten wird. Es ist deshalb überfällig, auch veterinärmedizinische Testkapazitäten und epidemiologischen Sachverstand zu nutzen, um auf einer sicheren Datenbasis nachvollziehbar und glaubwürdig entscheiden zu können. Die Bundesregierung scheint aber weiter auf dünnem Eis stehen zu wollen – im Zweifel auf unser aller Kosten.

Tackmanns Statement zum Runden Tisch Ferkelkastration des BMEL

Koalition und Bundesregierung irrlichtert weiter beim Thema Ferkelkastration. Statt konsequent zu handeln lassen sie sich weiter von der Lieferkette, insbesondere den Schlachtkonzernen, erpressen. Wer 6 Cent pro Kilogramm weniger auf nicht chirurgisch kastrierte Schweine zahlt, blockiert die tierschutzgerechten Alternativen. Auf Kosten der Ferkel und der Erzeugerbetriebe. Mit Ebermast und Immunokastration ist ein Ausstieg aus der chirurgischen Kastration möglich. Und er ist dringend nötig. Alles andere sind Irrwege auf unser aller Kosten.

Bundesregierung muss bei Antibiotikaminimierung ehrgeiziger werden

„Es gibt viel zu tun gegen Antibiotikaresistenzen, denn diese Wirkstoffe sind strategisch wichtig und zu wertvoll für einen sorglosen Umgang. Die Bundesregierung hat viele Hausaufgaben aufgeschrieben – aber sie muss sie auch endlich erledigen. Der Antibiotikaeinsatz muss auch in der Tierhaltung nicht nur reduziert, sondern minimiert werden. Das gilt erst Recht für die so genannten Reserveantibiotika, die der Humanmedizin vorbehalten werden müssen. Defizite, vor allem in der Geflügelhaltung, müssen beseitigt statt nur beschrieben werden. Freiwilligkeit ist hier fehl am Platze. Die Möglichkeit der Zertifizierung von fairen und ökologischen Produktionsbedingungen muss genutzt werden. Die Versorgungssicherheit mit antibiotischen Wirkstoffen und Arzneimitteln muss Chefsache werden.“, so Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Offene Fragen zur Antibiotikaminimierung bei Nutz-, Klein- und Heimtieren“ (Drucksache 19/18759).

Tackmann weiter:

Bundesagrarministerium darf sich bei Saisonarbeitskräften nicht wegdrücken

„Dass man nur kontrollieren kann, von dem man weiß, ist eine Binsenweisheit. Deshalb muss die Bundesregierung sichern, dass die Kontrollbehörden in den Kommunen wissen, wie viele Saisonarbeitskräfte auf welchen Betrieben angemeldet sind. Dass die Bundesregierung die Aufforderung von acht Bundesländern nach Transparenz ignoriert, ist grob fahrlässig.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage Nr. 5/225.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

Kostendeckende Erzeugerpreise sind systemrelevant

„Von aktuell 25 Cent für den Liter Milch oder 2,50 Euro pro Kilogramm Rind kann niemand in der Landwirtschaft leben. Aber Schlacht-, Molkerei- und Lebensmittelkonzerne werden damit reich. Grund ist ihre strukturelle Markübermacht, die solche Dumpingpreise erpresst, koste es was es wolle für Mensch, Tier und Natur. Der von der Bundesregierung proklamierte „mittelbare Schutz vor sehr niedrigen Lebensmittelpreisen und nicht kostendeckender Erzeugerpreise“ wird zur Farce ohne Beseitigung der Ursache. Der Systemfehler gehört behoben.“ kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag die Antwort der Bundesregierung auf ihre Schriftliche Frage.

Tackmann weiter: