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EU-Kommisson mit Schnellschuss bei Ökoverordnung

Die Europäische Union wollte, mit einem im März 2014 vorgelegten Entwurf zur Revision der EU-Ökoverordnung, grundlegende Änderungen für den Ökologischen Landbau und die Ökologische Lebensmittelwirtschaft durchsetzen. Um den Ökolandbau zu stärken sollte Verbrauchervertrauen zurückgewonnen werden, das insbesondere durch Umsetzungsdefizite im Kontrollsystem in den letzten Jahren verloren zu gehen drohte. Ein Schnellschuss, denn der Entwurf sah neben einzelnen durchaus sinnvollen Verbesserungen vor, die Definition des Ökolandbaus auf den Kopf zu stellen. Das Grundprinzip der Bewertung der ökologischen Landwirtschaft als Prozess einer umweltgerechten Wirtschaftsweise sollte durch festgelegte Grenzwerte in den Produkten ersetzt werden.

Änderungsantrag LINKE – Ökolandbau

Der ökologische Landbau ist die umwelt- und klimaschonendste Landbewirtschaftung. Da die meisten ökologisch wirtschaftenden Agrarbetriebe sehr arbeitsintensiv sind, leistet er einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigung in den ländlichen Räumen und erhält die Agrobiodiversi-tät, Gewässerqualität und das Bodenleben. Bisher werden nur 6,3 Prozent der landwirt-schaftlichen Nutzfläche der Bundesrepublik ökologisch bewirtschaftet (BÖLW 2014). Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sind 20 Prozent Öko-Landbau.